Transparenz zum KI-Einsatz
KI-Transparenz
Rufkern ist ein KI-Telefonassistent. Diese Seite trennt den internen ElevenLabs-Piloten vom technisch begrenzten xAI-Website-Rückruf und erklärt die jeweiligen Grenzen.
Stand: 10. August 2026
Was Rufkern macht
Rufkern wird derzeit als begleiteter Telefonpilot für klar begrenzte Erstkontakt-Szenarien erprobt. Nach technischer Abnahme soll der Pilot eingehende Anrufe verarbeiten und daraus eine strukturierte Zusammenfassung erstellen. Eine direkte Weiterleitung wird nur für den konkreten Einsatzfall getestet und freigegeben.
Rufkern ist kein Mensch und ersetzt keine menschliche Entscheidung. Spracherkennung, Einordnung und Zusammenfassungen können fehlerhaft oder unvollständig sein. Sensible, ungewöhnliche oder entscheidungsrelevante Anliegen müssen deshalb durch eine zuständige Person geprüft werden.
Aktueller Pilotumfang
Im derzeitigen Telefonpilot werden ausschließlich technisch einzeln freigegebene, eingehende Testanrufe angenommen. Rufkern führt dabei keine ausgehenden Anrufe aus, leitet das Gespräch nicht weiter und greift nicht auf Kundenkonten, Kalender, Zahlungen oder andere Geschäftssysteme zu.
Der aktuelle ElevenLabs-Free-Tarif wird nur für eine interne, nichtkommerzielle technische Einmalevaluation durch PRPG verwendet. Das Fenster kann ausschließlich root-kontrolliert geöffnet werden und ist weder mit der Website-Demo verbunden noch für Kunden, Interessenten oder Pilotkunden freigegeben. Verwendet werden nur künstliche Testinhalte.
ElevenLabs dient in diesem Pilot ausschließlich der Spracherkennung und der Sprachausgabe. Die Einordnung des Anliegens erfolgt in Rufkern mit begrenzten Regeln und festen Kategorien; die speicherbare Zusammenfassung stammt aus einer festen Vorlage und wird vor einer Speicherung vorgelesen und bestätigt. Der Pilot trifft keine Entscheidung über einen Vertrag oder eine Person.
Davon getrennt bietet Rufkern einen einmaligen Website-Rückruf mit der Realtime-Voice-API von xAI an. Die Funktion ist technisch begrenzt und kann bei erreichten Limits, einer geöffneten Notbremse, Wartungsarbeiten oder einer manuellen Abschaltung vorübergehend pausieren.
Begrenzter xAI-Website-Rückruf
Über das Websiteformular kann eine Person einen einzigen automatisierten Rückruf an ihre eigene deutsche Rufnummer anfordern. Rufkern begrenzt die Demo serverseitig nach Anschluss, Rufnummer, Zeitraum und Gesamtauslastung. Es läuft höchstens ein Rückruf gleichzeitig und jedes Gespräch endet nach spätestens 90 Sekunden. Sobald ein Limit erreicht ist oder auffällig viele Anfragen eingehen, nimmt Rufkern vorübergehend keine weiteren Rückrufe an.
Nach dem Abheben gibt xAI/Grok als erste hörbare Nachricht über den Protokolltyp force_message eine feste KI-Offenlegung aus. Sie bezeichnet Rufkern ausdrücklich als KI-Telefonassistenten und ist im Adminbereich nicht editierbar. Obwohl die xAI-Providersitzung für diese Ausgabe bereits besteht, abonniert Rufkern die Audiospur der angerufenen Person noch nicht und sendet vor der PIN-Prüfung kein Anruferaudio an xAI.
Die angerufene Person gibt die vierstellige Sicherheits-PIN aus dem anfordernden Browser über die Telefontastatur als DTMF ein. Rufkern prüft diese PIN innerhalb der eigenen Infrastruktur und übermittelt sie nicht an xAI. Erst nach erfolgreicher Prüfung wird die Anrufer-Audiospur für xAI freigegeben. Danach folgen die im Adminbereich für die aktive Agent-Version konfigurierte Begrüßung und der Dialog.
Nach der PIN-Prüfung verarbeitet die xAI Voice Agent API das Gesprächsaudio in der Region us-east-1 außerhalb Europas, einschließlich der Vereinigten Staaten, in Echtzeit und erzeugt Audioantworten. Dabei entsteht außerdem das Transkript für das Demo-Ergebnis. Rufkern speichert kein Audio.
Nach den Angaben von xAI zur API-Sicherheit können API-Anfragen und -Antworten standardmäßig bis zu 30 Tage bei xAI gespeichert werden. xAI gibt an, diese API-Inhalte ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht zum Training zu verwenden. Ein Zero-Data-Retention-Modus wird von xAI beschrieben, seine Aktivierung ist für diese Website-Demo technisch jedoch nicht bestätigt. Rufkern behauptet deshalb für diesen Rückruf keine Zero Data Retention bei xAI.
Der Website-Rückruf stellt xAI/Grok keine Werkzeuge bereit, greift nicht auf externe Geschäftssysteme zu, leitet das Gespräch nicht an einen Menschen weiter und aktiviert keine Aufzeichnung. Er kann deshalb insbesondere keinen Termin anlegen.
Die Anfragelimits und die vorübergehende Sperre werden innerhalb der Rufkern-Infrastruktur durchgesetzt; ein externer Captcha-Dienst ist dafür nicht eingebunden. Angaben zur Verarbeitung von API-Daten durch xAI enthält das xAI Data Processing Addendum. Diese Verweise ersetzen nicht die Prüfung der tatsächlich für Rufkern vereinbarten Vertragsbedingungen.
Klare Offenlegung im Gespräch
Art. 50 Abs. 1 und 5 der Verordnung (EU) 2024/1689 verpflichtet Anbieter direkt interagierender KI-Systeme grundsätzlich ab dem 2. August 2026 dazu, natürliche Personen spätestens bei der ersten Interaktion klar und zugänglich darüber zu informieren, dass sie mit einem KI-System interagieren.
Für jeden produktiven Rufkern-Anruf ist deshalb zu Gesprächsbeginn eine gesprochene und eindeutig verständliche Offenlegung vorzusehen. Eine geeignete Formulierung ist:
„Hallo, ich bin Rufkern, ein KI-Telefonassistent. Dies ist ein begrenzter Test. Die Stimme wird von ElevenLabs, elevenlabs.io, bereitgestellt. Für die Sprachverarbeitung werden Ihre gesprochenen Inhalte und meine Antworten über ElevenLabs verarbeitet.“
Beim getrennten xAI-Website-Rückruf ist die feste, nicht editierbare force_message von xAI/Grok die erste hörbare Nachricht. Sie legt die KI-Natur des Gesprächs offen. Anruferaudio bleibt bis zur erfolgreichen lokalen Prüfung der vierstelligen Browser-PIN per DTMF unabonniert und wird bis dahin nicht an xAI gesendet. Die im Adminbereich konfigurierte Begrüßung und der Dialog folgen erst danach.
Die Information auf dieser Website ersetzt den gesprochenen Hinweis nicht. Ein allgemeiner Begriff wie „Assistent“ oder ein bloßes Tonsignal reicht nicht aus, wenn die künstliche Natur der Interaktion dadurch nicht eindeutig wird.
Offizieller Verordnungstext: Verordnung (EU) 2024/1689 auf EUR-Lex.
Menschliche Übergabe und Produktgrenzen
Rufkern unterstützt den ersten Kontakt. Die konkrete Art der Übergabe wird vor dem Einsatz mit dem jeweiligen Unternehmen vereinbart. Ist eine direkte Weiterleitung eingerichtet und eine zuständige Person erreichbar, kann das Gespräch übergeben werden. Andernfalls kann eine Zusammenfassung für eine spätere persönliche Bearbeitung vorgesehen werden. Diese allgemeine Produktbeschreibung gilt nicht für den xAI-Website-Rückruf; er leitet Gespräche nicht weiter.
Rufkern soll keine rechtlich, medizinisch, finanziell oder ähnlich folgenreiche Entscheidung über eine Person treffen. Wenn ein späterer Anwendungsfall über Annahme, Zusammenfassung und Übergabe hinausgeht, ist er gesondert auf Datenschutz-, Fachrecht- und KI-Risiken zu prüfen.
Gesprächsdaten und Aufzeichnungen
Im aktuellen Pilot wird das Gesprächsaudio nach der KI-Offenlegung abschnittsweise an den globalen API-Dienst der Eleven Labs Inc. übertragen. ElevenLabs erzeugt daraus Text und wandelt die Rufkern-Antworttexte wieder in Sprache um. Der Standardmodus des Anbieters ist aktiv; es besteht keine Zero-Retention-Zusage.
Rufkern speichert lokal weder Audiodateien noch Rohtranskripte. Nur eine ausdrücklich bestätigte, feste Zusammenfassung und technische Anrufmetadaten werden lokal gespeichert. Diese lokale Nichtpersistenz ist nicht mit einer Löschzusage des Anbieters gleichzusetzen: ElevenLabs kann übertragene Inhalte im Standard-Verlauf speichern; nach einer Löschung können Sicherungskopien nach Anbieterangaben noch bis zu 30 Tage bestehen. Weitere Einzelheiten stehen in den Datenschutzhinweisen zum Telefonpilot.
Für den optionalen xAI-Rückruf gilt getrennt: Rufkern speichert zu keinem Zeitpunkt Audio. Bei ausgewählter Transkript-Einwilligung wird das abschließende Transkript verschlüsselt gespeichert. Es ist ausschließlich mit dem Status-Token abrufbar, das der anfordernde Browser als Bearer-Token übermittelt. Der Abruf ist ab Bereitstellung höchstens 60 Minuten möglich. Danach ist das Transkript nicht mehr zugänglich und wird im nächsten regelmäßigen Bereinigungslauf zeitnah geleert; über denselben geschützten Browserzugriff kann es schon vorher sofort endgültig gelöscht werden. Der technische Demo-Ergebnisdatensatz einschließlich der Messwerte wird spätestens 24 Stunden nach Annahme der Anfrage gelöscht. Diese Rufkern-Fristen sind von der möglichen xAI-Speicherung zu unterscheiden.
Damit ein bestätigter Rückruf auch bei einem kurzen Prozessneustart nicht verloren geht, wird die Zielrufnummer in einer lokalen Auftragswarteschlange ausschließlich verschlüsselt gespeichert. Dieser Auftrag sowie seine technischen Status-, Sicherheits-, Idempotenz- und HMAC-Daten werden spätestens nach 24 Stunden gelöscht; IP-bezogene HMAC-Ratenzähler nach einer Stunde. Ein separater technischer Anrufdatensatz enthält keine Zielrufnummer, sondern nur Zeitpunkte, Dauer, Status und technische Nachweise. Die fehlende Audiospeicherung bei Rufkern sagt nichts über eine mögliche anbieterinterne Verarbeitung bei xAI aus.
Hosting und Modelltraining
Der aktuelle Pilot nutzt den globalen ElevenLabs-Endpunkt, nicht die isolierte EU-Umgebung. ElevenLabs beschreibt die USA als Standard-Speicherregion und weist darauf hin, dass Verarbeitungen auch außerhalb einer gewählten Residenzregion stattfinden können. Deshalb wird keine ausschließlich deutsche oder europäische Verarbeitung behauptet. Weitere Angaben enthalten die ElevenLabs-Dokumentation zur Datenresidenz und das Data Processing Addendum.
Rufkern behauptet für diesen Pilot weder einen vertraglichen Trainingsausschluss noch, dass Daten durch ElevenLabs zu Trainingszwecken verwendet werden. Maßgeblich sind die tatsächlich vereinbarten Konto- und Vertragsbedingungen. Die Anbieterinformationen zur Datennutzung sind unter „Is my data used to improve ElevenLabs AI models?“ abrufbar.
Für den davon getrennten xAI-Website-Rückruf nennt xAI die Voice Agent API in us-east-1 und damit eine Verarbeitung außerhalb Europas, einschließlich der Vereinigten Staaten. Nach den aktuellen Anbieterangaben werden API-Inhalte standardmäßig bis zu 30 Tage gespeichert und ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht zum Training verwendet. Für diese Website-Demo ist technisch nicht bestätigt, dass Zero Data Retention aktiviert ist. Maßgeblich sind die tatsächlich vereinbarten Konto-, Vertrags- und Übermittlungsbedingungen; sie müssen vor einer dauerhaften Freigabe rechtlich und tatsächlich geprüft werden.
Keine automatisierten Entscheidungen auf dieser Website
Die Rufkern-Website bewertet Besucherinnen und Besucher nicht und trifft keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen im Sinne von Art. 22 DSGVO. Ein Rufkern-Konto dokumentiert zunächst nur das Interesse an einem begleiteten Pilot. Ein persönlicher Erklärungstermin kann direkt im geschützten Rufkern-Portal ausgewählt werden. Kalender und Teams-Einladung werden dabei serverseitig über den PRPG-Terminplaner verarbeitet. Die Anmeldung löst weder eine Online-Bestellung noch automatisch einen Vertrag, eine Rufnummer, Telefonie oder Kundenfreigabe aus. Der getrennte xAI-Website-Rückruf kann einen echten, ausdrücklich angeforderten Rückruf auslösen, trifft aber keine Entscheidung über den Zugang zu Rufkern. Im derzeitigen Stand kann er keinen Termin buchen.
Tagesstatistik ohne Personenprofil
Nur nach einer aktiven Statistik-Einwilligung sendet die Website fest definierte Ereignisnamen an die Rufkern-API. Dort werden daraus ausschließlich Tageszähler gebildet. Der Statistikdatensatz enthält keine Nutzerkennung, IP-Adresse, Seiten-URL, Formulareingabe, Rufnummer, Gesprächsinhalte oder KI-Ausgaben. Die Tagesstatistik erstellt kein Personenprofil und beeinflusst weder die Antworten des Telefonassistenten noch den Zugang zu Rufkern.
Eine zusätzlich konfigurierte Umami-Reichweitenmessung würde dieselbe Statistik-Einwilligung voraussetzen und wird nur geladen, wenn ihre Script-Adresse und Website-ID vollständig gesetzt sind. Einzelheiten zu Ereignisnamen, technischer Missbrauchsbegrenzung und Widerruf enthält die Datenschutzerklärung.
Verständlich und zugänglich informieren
Die gesprochene KI-Offenlegung muss klar, ausreichend langsam und ohne störende Überlagerung erfolgen. Sie sollte auf Nachfrage wiederholt werden können. Für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt telefonieren können, ist im jeweiligen Einsatzkontext ein geeigneter alternativer Kontaktweg vorzusehen.